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Diesel-Duell als Länderkampf zwischen Deutschland und Österreich
Samstag, den 20. Juni 2009 um 11:41 Uhr

Schon im vergangenen Jahr war das Duell zweier Diesel-Piloten um den Sieg in ihrer Klasse einer der Höhepunkte der Rallye Weiz. Zumal beide auch noch unter den Top-10 im Gesamtklassement landeten. Mit Michael Kogler ist einer der beiden Protagonisten auch diesmal wieder am Start. Zudem der momentan Führende in der Diesel-Kategorie in der Rallye-Staatsmeisterschaft, der im vergangenen Jahr auch noch dem späteren Staatsmeister Michael Böhm die einzige Saison-Niederlage beibringen konnte.

War der junge Melker im vergangenen Jahr noch mit einem VW Golf V TDI am Start, so vertraut er 2009 auf einen VW Scirocco TDI. Ein Sport-Coupé, das auch optisch einiges zu bieten hat.

Während sich Böhm in diesem Jahr ausschließlich auf die Staatsmeisterschaft konzentriert, ist der zweite Sieganwärter in die Diesel-Kategorie um nichts schwächer einzustufen: Der Deutsche Sigi Steinacker bringt einen VW Golf IV TDI an den Start. Auf den ersten Blick scheint das Kräfteverhältnis klar zu sein, ist der Scirocco doch das wesentlich modernere Fahrzeug. Jedoch: Steinacker brachte beim 2. Lauf zur Austrian Rallye Challenge vor knapp einem Monat im kärntnerischen Althofen eine ausgesprochene Sensation, als er sich mitten unter weit überlegenen Mitsubishi-Allradfahrzeugen auf Platz 5 im Gesamtklassement klassieren konnte.

„Wir sind gewarnt“, so Kogler. „Wenn man sich an jene Vierer-Golf erinnert, die früher in unserer Meisterschaft gefahren sind, könnte man Steinacker unterschätzen. Aber den Fehler werde ich angesichts solcher Plazierungen sicher nicht machen. Ich freue mich, daß wir solche Konkurrenz haben, denn unser Einsatz ist vor allem ein Test für die verbleibenden drei Meisterschaftsläufe. Schonen werden wir den Scirocco aber sicher nicht, nur am Limit können wir ihn optimal weiterentwickeln. Was das Gesamt-Klassement betrifft, wäre ein 8. Platz gesamt wie im letzten Jahr natürlich optimal. Aber das wird sehr schwer, es ist ein sehr schönes Feld, das hier zusammen gekommen ist.“

In der Rallye selbst wird Steinacker mit Startnummer 10 unterwegs sein, Kogler mit Startnummer 11. Dazu kommen vier weitere Diesel-Piloten, zwei Golf V TDI, ein Golf IV TDI und ein Fiat Stilo. Von diesen hat der Obersteirer Hermann Berger (Golf V) zweifellos die besten Chancen auf Platz 3 hinter den beiden Favoriten.


S.H. Rieger/Werner Schneider
Pressebetreuung
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