Auf Grund der angesagten hochsommerlichen Temperaturen könnte die heurige Rallye Weiz besonders an den Nachmittagen kräftige Unwetter auf Lager haben / Ein Blick nach oben sollte immer dabei sein.
Fotos: Harald Illmer
Es wird ernst für die besten Rallyepiloten des Landes rund um Serien-Champion Simon Wagner. Ab morgen geht es bei der Rallye Weiz wieder um wichtige Punkte in der Titeljagd. Und gerade der nun anstehende fünfte Saisonlauf zur TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft 2026 lässt die teilnehmenden Teams reflexartig den Blick nach oben werfen. Denn wohl an keinem Ort der heimischen Rallyeszenerie ist das Wetter unberechenbarer als in der Oststeiermark. Wenn es hier heiß ist, scheint es nirgendwo heißer zu sein, wenn ein Gewitter aufzieht, scheint es nirgendwo schneller aufzuziehen bzw. nirgendwo finsterer zu werden, und von den Wassermassen, die der Himmel imstande ist, dann innerhalb kürzester Zeit runterdonnern zu lassen, weiß man seit 2024, als ein plötzliches Unwetter innerhalb weniger Minuten die komplette Servicezone neben dem Gasthaus Strobl zerstörte.

Peter Eibisberger, Raimund Baumschlager, Mario Klammer
Wenn man die Prognosen der diversen medialen „Wetterfrösche“ verfolgt, muss man leider auch heuer zum Schluss kommen, dass eine gewisse Labilität die Stabilität übertrumpfen könnte. Zwar ist für die heute Abend in der Weizer Europa-Allee ab 19 Uhr stattfindende Rallye-Party inkl. Autogrammstunde und Zeremonienstart um 20.15 Uhr noch laues Sommerwetter angesagt.

Doch die Renntage Freitag und Samstag sollten von den Teams nach derzeitigem Wissensstand mit Vorsicht genossen werden. Da könnte nämlich die dann noch immer vorherrschende Hitze Auslöser zum Teil mächtiger Gewitter sein. Und was das heißt, davon kann zum Beispiel ein heuriger Mitfavorit wie Hermann Neubauer einiges erzählen. Zu seiner Erinnerung, die er hier sicher so dringend braucht wie Bröseln im Bett: In der Schlussaussendung des Sportpressedienstes zur Rallye Weiz des Jahres 2014 hieß es: „Ein schweres Unwetter begleitete die Piloten in die vorletzte Prüfung Thannhausen. Und schon das erste Auto wurde Opfer der sintflutartigen Bedingungen. Unglaublich, aber wahr – es war Hermann Neubauers Ford Fiesta, der infolge Aquaplanings an einem Baum landete und somit Raimund Baumschlager, der die Bedingungen im wahrsten Sinn des Wortes meisterte, trotz vorherigem 1,13-Minuten-Rückstand noch den Sieg bescherte.“
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Rallye Weiz 2026
Sportpressedienst
Armin Holenia, Wolfgang Nowak