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Rallye Weiz
 
 
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Zwischen Ersten und Zweiten passt kein Blatt Papier:
 

Nach bislang 3 von 11 Prüfungen hat Staatsmeister Hermann Neubauer die Nase hauchdünn vor Simon Wagner / Wetterkapriole beeinflusste den Start.

Fotos: Harald Illmer

Unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen begann heute Nachmittag die Rallye Weíz 2026. Während das illustre Feld der Historischen Europameisterschaft bei strahlendem Sonnenschein und trockenen Verhältnissen den Anger Sprint als SP 1 bewältigte, wurden die ORM-Starter auf ihrer Runde von einem heftigen Gewitterregen begleitet. Dies hatte zur Folge, dass im Ziel historische Autos zum Teil sogar klar vor modernen Boliden klassiert waren. Ein Zustand, der nach der völlig neuen und für alle trockenen SP 2 Mortantsch – Zattach wieder in den richtigen, weil auch realistischen Bahnen war. Mittlerweile ist auch die letzte und längste Prüfung, der knapp 27 Kilometer lange Rundkurs Anger – Thannhausen absolviert und es herrscht Ruhe vor dem morgigen Entscheidungstag.

TEC7 ORM: Sechs Zehntelsekunden machen den Unterschied

Alles andere als ein Sieg ist eine Niederlage! So die Worte von Hermann Neubauer beim gestrigen Zeremonienstart zur Rallye Weiz. Genauso motiviert ging der Salzburger Doppel-Staatsmeister heute ins Rennen. Nach zwei von drei gewonnenen Prüfungen hält er den regierenden Champion Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2) hinter sich. Zwar kaum messbar, aber immerhin. Die Distanz zwischen den beiden Toppiloten beträgt nämlich nur sechs Zehntelsekunden!

Für Michael Lengauer, der wieder im neuen Citroen C3 Rally2 sitzt, reicht es momentan nur zu Platz drei, während der schnelle Deutsche Albert von Thurn und Taxis noch einem größeren Rückstand aus der ersten Tagesprüfung nachläuft, wo er mit Slicks am Skoda Fabia Rally2 im Schütt dahin und damit in die momentane Chancenlosigkeit abglitt.

Pech hatte auch Lokalmatador Andreas Höfler. Auf SP 3 holte er sich einen Reifenschaden am Ford Fiesta Rally2 und verlor dadurch eine Menge Zeit. Am Ende fiel er von Platz fünf auf den 36. Platz zurück.

Das erwartete harte Duell gibt es in der ORM 2, wo der gesamtführende Steirer Günther Knobloch im Renault Clio Rally3 seinen schärfsten Konkurrenten Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) um 2,7 Sekunden hinter sich hält. .Eine steirische Führung gibt es in der ORM 2. Mit einem Respektabstand von momentan fast einer halben Minute rangiert der Steirer Fabian Zeiringer (Renault Clio Rally3) auf Platz drei.

Unangefochten an der Spitze liegt erwartungsgemäß Marcel Neulinger in der ORM 3. Der junge Oberösterreicher im Lancia Ypsilon Rally2 liegt voll auf Titelverteidigungskurs. Sowohl in der Klasse der zweirad-getriebenen Fahrzeuge als auch in der RP Tools Junioren-Staatsmeisterschaft.

Von einem Unfall war der Auftritt des ADAC Opel GSE Rally Cups überschattet. Und leider war darin ein Österreicher verwickelt. Lukas Wilhelm stürzte am Vormittag beim Shakedown zur Rallye mit seinem elektro-getriebenen Opel Mokka in die Tiefe und musste danach so wie sein deutscher Copilot Paul Gebauer ins LKH Weiz eingeliefert werden. Bester Opel-Mokka-Pilot ist nach dem ersten der Niederösterreicher Luca Pröglhöf.

Rallye Weiz 2026, Zwischenstand TEC7 ORM nach dem ersten Tag (3 von 11 SP):

Platz

Team

Nation

Fahrzeug

Zeit

1.

Hermann Neubauer / Ursula Gassner

A/A

Toyota Yaris Rally2

22:14,2 Min

2.

Simon Wagner / Hanna Ostlender

A/D

Hyundai i20 Rally2

+0,6 Sek

3.

Michael Lengauer / Jürgen Rausch

A/A

Citroen C3 Rally2

+22,1 Sek

4.

Albert v. Thurn und Taxis / Jara Hain

D/D

Skoda Fabia Rally2

+52,4 Sek

5.

Günther Knobloch / Erik Fürst

A/A

Renault Clio Rally3

+1:25,7 Min

6.

Christoph Zellhofer / Andre Kachel

A/A

Suzuki Swift ZMX

+1:28,4 Min

7.

Fabian Zeiringer / Angelika Letz

A/A

Renault Clio Rally3

+1:55,3 Min

8.

Peter Hopf / Stefan Heiland

A/A

Ford Fiesta Rally2

+2:03,7 Min

9.

Marcel Neulinger / Jakob Ruhsam

A/A

Lancia Ypsilon Rally4

+2:40,9 Min

10.

Karl Wagner / Gerda Zauner

A/A

Porsche 911

+2:44,5 Min

EHRC: Topstars als tragische Figuren

Wer vom Pech verfolgt ist, der kann selber niemanden verfolgen. Das wird sich womöglich der Franzose Francois Delecour gedacht haben, als sein Peugeot 306 Maxi schon auf der ersten Sonderprüfung wegen einem Schaden an der Antriebswelle hinterherhinkte. Nach zwei Prüfungen hatte er deshalb 1:17 Minuten Rückstand auf die Führung in seiner PRE2000-Klasse. Mit repariertem Auto holte der 63-jährige Topstar zwar auf der letzten Prüfung des Tages mit einer grandiosen Bestzeit eine halbe Minute davon wieder auf, jedoch ist er hinter dem Briten Ernie Graham im BMW E30 M3 und dem überraschend starken Steirer Peter Klamminger (VW Golf IV Kit Car) momentan nur Dritter.

Dem Drehbuch entsprechend begann die Rallye Weiz für den finnischen Superstar Jari-Matti Latvala. Zwei Bestzeiten auf den ersten zwei Prüfungen ließen die Herzen seiner Fans höherschlagen. Um so größer der Schock auf dem Rundkurs Anger, als der Toyota Celica des ehemaligen WM-Piloten plötzlich neben der Strecke stillstand. Nutznießer des skandinavischen Malheurs war erfreulicherweise Karl Wagner aus Wien. Der fünffache Historic-Europameister führt das mit seinem knallgelben Porsche 911 an. Nur drei Sekunden hinter ihm lauert aber sein polnischer Markenkollege Maciej Lubiak. Starker Vierter ist in der PRE92-Klasse der Steirer Martin Karlhofer mit seinem Lancia Delta Integrale. Latvala wird aber morgen wieder starten können. Das technische Problem konnte behoben.werden.

Rallye Weiz 2026, Zwischenstand EHRC PRE 92 nach dem ersten Tag (3 von 11 SP):

Platz

Team

Nation

Fahrzeug

Zeit

1.

Karl Wagner / Gerda Zauner

A/A

Porsche 911

24:58,7 Min

2.

Maciej Lubiak / Grzegorz Dachowski

PL/PL

Porsche 911 RS

+3,1 Sek

3.

Renato Travaglia / Lorenzo Lamanda

IT/IT

BMW E30 M3

+9,0 Sek

4.

Martin Karlhofer / Gunter Lenk

A/A

Lancia Delta Integrale

+14,6 Sek

5.

Erwin Keller / Dominique Juple

CH/CH

Mitsubishi Galant VR4

+49,7 Sek

6.

Enrico Brazzoli / Martina Musiari

IT/IT

Porsche 911

+1:30,1 Min

7.

Sir Andrew McAlpine / Andrew Bull

GB/IRL

Lancia 037

+3:55,2 Min

8.

Stefan Burkart / Guido Kottmann

D/D

Mazda 23 GTX

+3:59,6 Min

9.

Andreas Schögler / Sabine Pailer

A/A

Volvo 142 S

+4:24,0 Min

10.

Matthias Karlowski / Lisa Stengl

D/D

Opel Ascona 400

+4:45,1 Min

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